hMailServer – “Ziemlich” Sicheres erkennen von SPAM

Ich habe seit vielen Jahren den hMailServer in verschiedenen Installationen, sowohl als eigenständigen E-Mail Server als auch im Zusammenspiel (als ESMTP Server) mit MS Exchange Server, im Einsatz. In kleinen und mittleren Betrieben ist hMailServer sicherlich eine günstige (da Lizenzkostenfrei) alternative zu einem hochpreisigen Produkt wie dem Microsoft Exchange Server. Vor allem dann, wenn es hauptsächlich um E-Mail geht und die Groupware Funktionen eines Exchange Server nicht benötigt werden.

Wobei ich gleich hier erwähnen möchte, dass die hier beschriebene Version des hMailServer über IMAP nun auch öffentlichen Ordner zur Verfügung stellt.

Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Beitrags,:

“Ziemlich” Sicheres erkennen von SPAM !!!

In der heutigen Zeit ist das Thema SPAM so aktuell wie noch nie.

Ich persönlich erhalte täglich zwischen 300 und 1000 SPAM Mails (Das liegt sicherlich auch daran, dass ich schon seit über 20 Jahren mit teilweise den gleichen E-Mail Adressen arbeite).

Auch wenn es mittlerweile sehr gute SPAM Filter gibt, so kann man doch meistens die als SPAM erkannten Mails nicht einfach löschen, da hier und da doch einmal ein E-Mail welches man benötigt vom SPAM Filter als SPAM erkannt wird.

Was bleibt ist, die SPAM Mails in einen Ordner umzuleiten und diese bevor man sie löscht zu überfliegen um die eine oder andere “normale” Mail auszusortieren bevor man die “richtigen” SPAM Mails löscht.

Wenn man nun aber, wie ich bis zu 1000 SPAM Mails am Tag erhält, dann ist das fast ein Tagfüllender Job, vor allem dann, wenn man E-Mails zeitnahe bearbeitet.

Wenn man doch nur mehr Zuverlässigkeit in der Erkennung der SPAM Filter erreichen könnte !!!

Man kann !! (wenn man den hMailServer einsetzt)

Und das ganze auch noch vollkommen ohne zusätzliche Kosten mit den Bordmitteln von hMailServer, ohne zusätzliche Installation eines weiteren SPAM Filters wie Beispielsweise SpamAssassin.

Nun aber zur Theorie und der Praxis:

Der in hMailServer integrierte SPAM Filter besteht aus mehreren Komponenten:

Zuerst sind sind das die “einfachen” SPAM Test varianten:

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  • Verwendung SPF (nicht sehr aussagekräftig da noch viele dieses Feature nicht nutzen)
  • HELO Prüfung (lest selber wie zuverlässig diese Prüfung ist)
  • DNS-MX Record (eigentlich sollte den jeder haben, aber auch hier würde ich nicht sehr viel Aussagekraft bescheinigen)
  • DKIM-Signatur (meiner Meinung nach noch nicht verbreitet genug um aussagekräftig zu sein)

Auch wenn diese einfachen SPAM Test verfahren im einzelnen nicht sehr viel Aussagekraft haben, so kann doch das auftreten mehrerer dieser Testergebnisse ein zusätzliches Merkmal zur Erkennung von “echter” SPAM sein.

Wie man schon auf der obigen Abbildung erkennen kann ist jedem der Testverfahren ein Score zugeordnet. Dieser Score wird noch eine entscheidende Rollen in diesem Beitrag spielen. Mehr dazu später.

Nu gibt es außer den einfachen Tests noch weitere SPAM Erkennungsverfahren:

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Neben den für diesen Beitrag nicht relevanten Verfahren des Grey- und Whitelisting  widmen wir den beiden SPAM Erkennungsverfahren die für diese Beitrag relevant sind:

DNS Blacklist

DNS Blacklist Server sind im Prinzip Server die Listen von IP Adressen enthalten die als Herkunft von zweifelhaften Mails bekannt sind.

Man kann unter hMailServer mehrere solcher DNS Blacklisten einrichten.

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Ich habe hier die beiden oben dargestellten Blacklist Server eingerichtet.

Man kann bei jedem der Blacklist Server wieder einen Score vergeben (mehr dazu später):

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SURBL Server

Wie bei den DNS Blacklisten kann man bei den SURBL Servern auch mehrere einrichten. Wie aus der nachfolgenden Abbildung zu sehen ist, begnüge ich mich mit einem:

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Und wen wundert es, wenn ich sage, man kann jedem SURBL Server wiederum einen Score zuweisen kann.

Nun möchte ich nicht auf die Arbeitsweisen der einzelnen SPAM Prüfverfahren eingehen, dafür kann man die Links verwenden und von Menschen die wirklich was davon verstehen die Einzelheiten zu den einzelnen Verfahren nachlesen.

Jetzt aber endlich zum Thema “SPAM score” auf das ich im gesamten Verlauf des Beitrags schon mehrfach hingewiesen habe.

Auf der Einstiegsseite des Anti Spam Konfiguration des hMailServer finden wir unter anderem den folgenden Eintrag:

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Die einzelnen Testverfahren besitzen jeweils einen score, der von hMailServer beim durchlaufen der SPAM Filter zu einem Wert (dieses SPAM mark treshold) addiert werden.

Erst wenn die Summe der Score aus den einzelnen Testverfahren diesen Schwellwert (hier sind es 5) übersteigen wird die Mail als SPAM gekennzeichnet.

Unabhängig dieser Kennzeichnung wird aber der Score (Summe aller SPAM Score der Prüfverfahren welche die Mail als SPAM identifiziert haben) auch als X-Header in das E-Mail eingefügt.

Dieser X-Header lautet: X-hMailServer-Reason-Score

Dieses Header kann man mit den meisten E-Mail Programmen aber auch direkt mit dem Regelassistent des hMailServer abfragen.

Und genau hierdurch haben wir eine einfache Möglichkeit mit hoher Genauigkeit SPAM Mails erkennen zu können..

Am besten veranschauliche ich das an einem Beispiel:

Eine eingehende Mail wird von hMailServer empfangen und wird durch die “einfachen” SPAM Tests durchlaufen.

Daraus resultiert ein SPAM core von 2 weil kein die HELO Prüfung fehlgeschlagen ist.

Nun wird der DSN Blacklist Test durchlaufen und auf dem Server bl.soamcop.net wird die IP Adresse des Absender gelistet, dadurch wird der Score um 3 erhöht. Somit ist der SPAM score nun 5.

Als nächstes erfolgt der SURBL SPAM Test und auch dort wird der Mail Inhalt als mögliche SPAM Mail erkannt was den SPAM core noch einmal um 3 erhöht. Das bedeutet der SPAM core ist nun 8.

Nun, da ich ein Kriterium an der Hand habe um “sichere” SPAM Mails von “eventuellen” SPAM Mails unterscheiden zu können kann ich ein weiteres Feature des hMailServer verwenden um Mails mit einem SPAM Core > X direkt zu löschen.

Dies kann ich, mit dem ebenfalls im hMailServer direkt enthaltenen Regelassistenten, welcher unter dem jeweiligen Account des Benutzer (Im Administrationstools zu finde ist, einfach bewerkstelligen.

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Hier richte ich eine neue Regel mit den nachfolgenden Kriterien ein:

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Bei den Aktionen wird Delete E-Mail ausgewählt.

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Ich habe zusätzlich noch ein “Stop Rule Processing” verwendet, damit nach dem löschen der Mail nicht noch versucht wird weitere Regeln zu durchlaufen. (Ist ja keine Mail mehr vorhanden Smile)

Nach diesem Prinzip kann man natürlich ohne Grenzen andere Regeln definieren, wie das verschieben von Mails in einen speziellen IMAP Ordner die manuell geprüft werden müssen usw.

Die X-Header die von hMailServer eingefügt werden können alternativ auch von Mail Clients (z.B. Thunderbird, Outlook usw.) zur Ausführung von lokalen Regeln und Skripten verwendet werden.

Übrigens: Die hier beschriebenen Feature sind enthalten im hMailServer Version 5.1.2

Nortel VPN Client und Kaspersky – ResetDNSService

Nachdem ich nun zum wiederholten male im Internet recherchieren musste und es immer schwerer wird schnell eine Antwort zu finden, hier nun mein eigener Beitrag unter dem Motto – Gedächtnisstütze.

Systemumgebung

  • Windows XP SP ( ist Egal) (ich denke bei Vista hatte ich das auch schon, bin mir aber nicht mehr sicher)
  • Nortel VPN Client
    Contivity VPN Client V04_61.07
  • Kaspersky Internet Security
    Kasoersky Internet Security 2009

Problembeschreibung

Nachdem Kaspersky Internet Security  installiert, oder die Installation modifiziert wurde, z.B. Deinstallieren des SPAM Moduls, ist es nicht mehr möglich über den Nortel VPN Client eine Verbindung erfolgreich herzustellen.

Nach dem Starten der Nortel Client Software wird eine Fehlermeldung ausgegeben:

ResetDNSService

Erläuterung und Problemlösung

Kaspersky deaktiviert während der Installation den Standard Windows Dienst DNS-Client.

DNS-Client Dienst

Ohne diesen Dienst kann aber der Nortel VPN Client seine Arbeit nicht verrichten.

Abhilfe schafft man, indem man den Start Typ des Dienstes von Deaktiviert auf Automatisch zurück stellt.

Ach so und nicht vergessen, den Dienst manuell zu starten (automatisch macht er das erst beim nächsten Systemstart)

dasBlog Version 2.3 – Blog Portal Software Update durchgeführt

Nach 14 Tagen (Am 16.05.2009 wurde die neue Version veröffentlicht) habe ich Heute endlich ein die Zeit gefunden um mein Blog Portal mit der aktuellen Version der Blogging Software dasBlog zu aktualisieren (Nachdem ich bereits das letzte Update ausgelassen hatte).

Die neue Version 2.3 kann man hier auf Codeplex herunterladen.

Das Update verlief vollkommen Problemlos.